GAX AXEL GUNDLACH
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Die Gesänge sind eine Form erzählerischer Lyrik, die mir schon seit meinen Jugendjahren sehr gefällt. Die ersten Anfänge des "Wanderers" reichen in die späten Siebziger Jahre zurück und bis heute füge ich an ruhigen Wintertagen oder langen Sommernächten ein ums anderen Steinchen in dieses lyrische Mosaik.

 

Auch dieses ist als gesamtes nicht gemeint, bald fertig zu werden, aber da der Wanderer aus abgeschlossenen Gesängen besteht, die sich später wie Bilder einer Austellung zusammenfügen habt ihr hier die Möglichkeit abgeschlossene Stücke zu lesen.

 

Es folgen Leseproben. Wer möchte, kann am Ende ja mal den "Gesang von der Wiedererlangung der Jungfräulichkeit" auch in seiner englischen Version lesen. Aber lasst Euch Zeit und gönnt Euch am besten ein Glas Wein dazu. Auch ein bisserl gesangsfreier Barjazz kann als Hintergrund ... naja; Ihr wisst schon ...

 

GESANG VON IHRER WUNDERSAMEN SANFTHEIT


I.

Wieder und wieder zur Stunde des Bäckers
kalkweiß von Mehl und schwitzend
an der Glut des Ofens,
die Legenden meiner einfachen Herkunft;
                        ...zur Stunde des Bäckers
aus deren Backziegelsteinemauern/Hinterhöfen
                        zieht darum der Duft von Heimat
                           und auch der Duft von trauter
Zweisamkeit an einem Sommermorgen
Ein junges Reh hat sich an unser Haus getraut
Ein Goldfisch schwimmt durch meine Hände; so
        harmlos kann die Welt sein und so unbefangen
Als ich noch Morgenwelten aus warmen Kissen baute
           noch wusste, wie der Atem einer solchen Liebe schmeckt,
da kannte ich das Gehen nicht in solchen Nächten,
                        das DurchSichSelberGehen
Schritt für Schritt
Gedanke für Gedanke ...             In solchen Nächten
gehört mein Reich/die Stadt mir ganz allein
                Das Zauberwort: allein
                ein Wort des Fühlenspürens
                ein Wort von Liebe und von Trauer
in einer solchen Nacht;
Der Wind weht warm von Süden und schiebt
solcherlei Regenfragen vor sich her:
        Was weiß der fremde Schattenvogel schon von ihr?

II.

Wenn nur der Nebel käme;
        Der Sand der Zeit und auch
        das Fließen einer Träne
        sind die Geliebten seiner grauen Hand
Wenn nur der Nebel käme und mich
in seinen warmen Mantel hüllte, dass
ich von allen ungesehen/unberührt
        - Die Welt sei blind und schleicht an mir vorbei -
in meinen Schatten waten könnte
mich in Erinnerungen suhlen,
                die längst noch keine sind.
                Was wisst Ihr, Hände,
Ihr habt sie kaum berührt.
Nichts was Ihr fassen könntet, ist wie sie!
Nicht ein Ding auf dieser Erde ist
        so wunderbar, so sanft wie sie!
So dass Ihr, Augen, mir übergeht vor Freude
        dass Ihr Euch sonnt an ihrem bloßen Schein!


III.

So treibt der Wind mich durch die Straßen
   spielt Rhythmen an den Fahnenstangen
gespenstisch und
nervös, als wenn der kleine Tod den Tango fälscht
Mein Körper übersät von Wunden, mein Körper hier
mein Kopf/mein Herz auf welchem Stern auchimmer
sie jetzt ist! Das liebe ich
an dieser Stadt, an ihrem Lärm, an ihren Leuchtreklamen;
        sie könnte sonstwo sein!
Im Nebel und im Nieselregen wird sie zu
allen Städten, allen Welten, die aber sind
kaum mehr als ein Schatten ihrerselbst
        ohne sie!
                                die aber
alle nur ein Garten wären mit
        dieser wundersamen Blume;
                - Doch sie ist fort, fort wie
das Rauschen jener Wellen,
das den Vergleich nicht hält zum
        Rauschen meines Blutes ihrer eingedenk.
                Was also weißt Du, Meer, von Liebe?


IV.

Und Du, Fluss, fließt Du noch so würdevoll dahin
und stimmen auch Deine Gesänge mit meiner Sehnsucht im Chor,
                was weißt Du von der Liebe?
        Nie hat sie ihren samtenen Körper in Dir gebadet
        nie ihre Lippen mit Deinen Wassern benetzt
und nie Dein Lied gesungen
So weißt Du auch nichts von der Liebe, ahnst nichts von
ihrer wundersamen Sanftheit,
ihren scheuen Küssen!
Und auch Du, mein fremder schwarzer Vogel/einsamer Sänger,
singst Du auch die Melodien meiner Trauer, meines Sehnens,
                was weißt Du vom wilden Schmerz
                                vom Feuer jener Liebe, das
wie die glühend heiße Klinge ein helles Fiebertal
in meine Seele schneidet!
                Was ahnst Du schon
        vom Nachtgebet des lächerlichen Reiters
        von ruheräuberischer Liebe.
                        Weißt nicht, warum
mein Atem stockt nach ihrem rotem Atem und
meine Hände brennen heiß
                        nach ihrer Zärtlichkeit
                Und kennst auch nicht den Sinn
der Worte: Nur einmal noch!
                Nur einmal einmal noch.

 

 


 

Impala Woman
Impala Woman

GESANG VON SAMT UND SEIDE

I.
Von weit Süden schiebt der afrikanische Wind die
tropischen Lüfte trocknen meine Seele von
den Tränen so mancher feuchter Versprechen. So
erscheint sie als plötzlicher Segensgruß eines
launischen Gottes; nimmt mich an der Hand und
führt mich nah – Stirb, Phönix, noch einmal – an die
Quelle dieser infektiösen Flamme. Nicht wie
springendes Feuer. Kein völlig hingerissen werden,
eher ein stilles, allmähliches Versinken; ein Schwelbrand, der
unter der Haut seine Opfer/seine Täter zehrt, während

das Auge der Nacht von Samt und Seide nur eine Ahnung von

Leidenschaft entnimmt; ein seltsam anheimelnder Ton

von einem Glockenrohr, das noch nicht angeschlagen, schon

verklingt. Ein Wasserbild, das – Unruhe verwirft die

spiegelnde Oberfläche – nicht verzerrt, sondern einfach

nur ins Dunkel versinkt, eine Ahnung von atemlosen

Schweben hinterlassend. Er sagt:

        Kaum ihre Lippen von Samt schlossen sich um meine

Glieder.         Kaum ihre Haut von Seide drängelte sich an die meine

        Kaum einen Atemzug währte diese Atemlosigkeit

Und doch: wie angegossen schmiegten sich ihrer beider

Körper unter der Last der unerträglichen Zärtlichkeit; wie

konnte nur geschehen, was geschah im leeren, weiten

Raum zwischen unsren Welten. War dies nichts andres als

der Genius der Liebe. Ein einzig unverfälschter

Augenblick des Seins; Hoffnung wider alle Hoffnung

Und Glück wider alles Vorurteil von Glück

 

II.

Weiter Raum. Wie dunkel ihre Augen sind. Und wie tief
der See der ungeahnten Hoffnungen dahinter; zwei
ganze Leben spiegeln sich darin.

        Das Muster und seine Erfüllung

        Das wahre Kunstwerk einer Meisterin und die

Vollendung ihrer selbst in der
Vollendung ihres immer neu erschaffenen
Verlangens: so will, so wird es eines Tages ...

Steig auf dem Pfad voran zu des erträumten Berges
weißem Gipfel. Klarheit/Reinheit zu erlangen hier
zum Abschluss deines lang verschlungnen Weges endlich
frei unter den Sternen deines Himmels
selber Stern zu sein ...

        Noch aber dehnt sich das notdürftig

geflickte Dach über die gusseiserne Wölbung
des Bahnhofs – fast traurig flüstert meine bunte Fee –

Am Bahnhof gilt’s den rechten Zug zu wählen: zum Ziel
den jenen Ort, an dem es anzukommen gilt

        Und: wo du nie hingelangen kannst/nicht willst.

So blieb ich zurück. In andren Zeiten hätte
wenigstens der Dampf mich eingehüllt;

das Jammern und Klagen der stampfenden Züge den

angeschlagnen Ton in mir wohl übertönt ...


III.

Wie mein Herz noch schlägt, sich erdreistet noch zu
schlagen, während ich schon lang fern ihres Lands im Meer
der sehnsuchtsvollen Atemnot verschollen ging.

        Kein Kompass, dessen Nadel sich nach der Richtung ihres Herzens

dreht.        Kein Vogelschwarm steigt auf, um mir den Weg zu weisen; und auch

        kein Zuckerschwert, das - Gnade mir - das unsichtbare Band

durchtrennen möchte.         Denk an mich, verlorene Gesandte,

        denk mit aller Liebe; ihr Leitstrahl/Bannstrahl

hebe mich durch Wellenwirren und spiegelglatte Stille an

jenen Ort, wo – erinnere dich an nie Gesehenes

Orangenbäume säumen deine Schritte

Leuchtende Kulissen stürzen sich in den Fluss

Ein nachtbleiches Schauglas hütet einzelne Schuhe

- dein endloses Herz sich dem meinen ganz ergab/ganz vergab.

Er sagt: ihr kluges Lächeln mühte sich als Tarnung für

diesen rauen Augenblick zu gelten!

So nutzlos diese Zierde, so schön auf diese Art zu sterben ...

 

IV.

Eine Hellseherin in jeder Frau: Schau in die Kugel
von Kristall und zeichne mir ein Leben ...

Ich brauche nicht zu leugnen, dass

es schmerzt, wie Samt und Seide jenem in mir vorbehalten
bleiben, der ich niemals sei/

den ihr euch wünscht, ich eines Tages sei. Wer aber

   wiegt die Qualen

        den schnellen Tod in ihrem Traum von fernen Tagen:

Die Glocken dringen hell über jene Felder. Zwei Pferde
stehen angeschirrt uns zu erwarten. Die Kinder,
rausgeputzt, binden blecherne Verräter an die Kutsche.

Die Mütter lächeln still, die Väter prosten zu, bevor noch
irgendjemand den Tanz der Verwandtschaft für
eine gestellte Erinnerung zu erstarren gemahnt. Fröhliches
Lachen und Anerkennung allenthalben - und dahinter
das endlose Feuer in deinem Herzen!

        Ich aber sitze in einem petit café
gegenüber – mit Milchkaffee, Patxaran und Zigarette über
eines meiner vielen Schreibhefte gebeugt –

        Ich aber werde meine Augen
schärfen, dich inmitten all des Trubels zu entdecken
wissen: vielleicht einen letzten Blick aus Perlen in
schwarzem Wasser erhaschen, um dir ein
Lächeln mit auf den Weg zu geben ...

Ich brauche nicht zu leugnen, dass mein

Lächeln schmerzt.

 

 


 

GESANG VON DER WEITE DER NACHT

"Siehst Du die Lichter über dem Wasser,

Geliebter, sie scheinen zum Greifen nah!"

I.
Betäubt geschlagen von letzten Worten

ertrunken in soundsovielen Flaschen

in die Nase verbissene,

                bittere Gerüche

von Angstschweiß und erkalteter Asche

gleichwohl im Ballett mit den Lichtern,

die streuen - Unruh - die Fensterkreuze

über den Zimmerhimmel.

Von weiten: zwei Schiffe sind weinende Kinder und

                irgendwer lacht; das klingt,

                als wisse er nicht warum.

                                   Warum?:

Das Lachen bespiegelt den Tod,

                           den gellenden Kontrapunkt

im sehnsüchtigen Singsang der Stadt,

die mit mir - Komm, treuer Kamerad - im Treibsand

des nahenden Schlafs zu versinken droht. Leicht

schwingt sich ein Hund zum Mond empor und

gleich damit,

als flösse mir Blei durch die Adern, so schwer

macht sich mein Körper unter

   der Last der Leere.


II.

Und liegt und hält still

                   hält still

                   hält still und wehrlos

wie Wegschnecken kriecht Ihr, meine Hände,

über ein weiches Gebirge,

halttastend durchwühlt Ihr

die Laken und Decken nach Spuren

                           nach Wärme

        Und Feuer tanzen vor meinen Augen.

Lass uns Feuer machen, die bis zum Morgen brennen

- die Zeichen der Dauer der Liebe -, die sollen scheinen

weit übers Meer nach Afrika.

Weiß keiner, ob das schon Träume sind, oder doch

nur versunkene Erinnerung/Staub in meinem Kopf

                     Erinnerung: In raschen Gedanken durcheile ich

StraßenPlätzeGärten nach

        längst erloschenem Gelächter.

Doch die Welt dehnt sich unter der Sehnsucht

und selbst die naheste Hoffnung fällt

hinter den Horizont, und langsam ...


III.
... langsam dreht sich mein Tier im Kreise

umringt von fratzenden Dämonen, einäugig

glotzen sie vom Himmel herab,

                             herab auf mein seltsames Leben

und trommeln mit eisernen Stangen

den Tango des Südens. Ein Feuer brennt ...

                nein, viele Feuer brennen/knistern/tanzen

singen hinunter zum Strand.

Der Staubwind der großen Wüste

        färbt meine Füße rot und

der Mond führt einen Besen aus Wasser,

        verwischt meine Spuren im Sand.

So ist das Meer und breitet

seinen Schoß, der kann so grausam sein

und züngelt schäumend an die Feste von Cadiz

so viele tausend Kilometer fort

vom Tal der Tränen, bis hierher

weht kein Wind aus roten Wüsten und

keine Welle singt das Lied vom stolzen Tod.

                Hier ist nur Stille, Leere ...

 

IV.

Bin Leere leer und Stille still,

bin warm und weich versunken

in meinen Armen und nichts weiter als

mein schwerer Atem

halb ein Stöhnen, begleitet mich und meinen Wandergeist

        über die sanften Hügel des Condado und

        durch die Pinienwälder

durch die Flamingosümpfe der Donjana,

vom Duft der salzigen Wehen hinüber ans Meer gezogen.

Dies ist meine wahre Heimat;

hier regnet es Feigen und fruchtige Aceitunas

und hier

nur hier fließt der Geist von Jerez als alter Wein

durch meine Adern, und hier, nur hier ...

 

Aber nein, hier ist nicht dort, dort

        ist das Leben, die Freude

        ist das Lachen das Singen

die Liebe, die Liebe ... doch hier, hier

        ist nur die Leere, Stille ohne sie

        die Angst vor dem Tod ohne sie

Mein eigener Atem und sonst nichts

als ein Messer im Mark

und die unheimliche Weite der Nacht:

                Der Mond ist hier nichts weiter als

                ein hässlicher gelber Fleck am Himmel.

 

 

 

GESANG VON DER DAUER DER ZEIT

I.
Ruheverbreitend langsam
rotglühend
mit der Farbe des gebändigten Feuers, doch auch
mit der Kälte der russischen Winde
- Wolfsziegelssummen stimmt in meine Lieder -
gleitet der Abend an den Fassaden hinab und
knarrt in den Bäumengebeinen; wie Holzschnitte
greifen sie ins letzte Licht. Schon
hör ich den Ruf des fernen Tigers;
        Die Gazellen Gedankengefühle
        sammeln zur Flucht:
                Die Liebe des Nirgendwomanns!
und in mir erklingt,
        Schalmei einer anderen Zeit,
        wie das Lied meines einsamen Trommlers
die Melodie einer inneren Heimat, die sich
mit der Beständigkeit des Stundenglases
im Warten auf ihr Lächeln,
                auf den kleinen Vogel genügt.

II.
So rieselt der Sand von einer halben
Welt in die andere; ein jeder Moment
unter dem nächsten begraben
                        versunken. Der Pilger aber, der
nach der Quelle des Flusses zu suchen Gelübde ablegte,
stockt nicht angesichts der noch so mächtigen Berge
- Er sagt: Erreiche er nur das Dach der Welt und
                   sei darum auch sein Leben vergangen -
stockt nicht beim Anblick ihrer rauhen Wildheit und
                                 ihres Anspruchs auf Unendlichkeit,
sondern steigt weiter Schritt für Schritt, nicht der
Angst anheim zu fallen, sichselbst
nicht zu genügen.
                Ich aber harrte meinerselbst, wohl wissend, dass
sie auf mich wartete, die Kissen der nächtlichen
Festung umschlungen, wie sie mich zu umschlingen
sich sehnte. Und
                ich ließ die Stunden vergehen, zu spüren wie
jede Sekunde dazwischen dauerte. Der Klang
des Windspiels der Johera:
        Der Ausgang der Liebe ist so ungewiss,
        wie der Tod es niemals vermochte!

III.
        ... ich ließ die Stunden vergehen, und so
wurde der Sommer Winter und auch alle Tage eine
einzige Nacht: Diese glasklare Luft, in der
die Geräusche verstummen, ist die Stimme der
Weite der Welt:
                Ich höre Dich flüstern, Vogel,
                ich kann Dich fliegen spüren. Du magst
weit von mir sein, und doch
bin ich bei Dir, denn Du bist mein Schicksal, wie
                                        ich das Deine bin.
Lass diesen Winter vergehen und auch den nächsten und
alle weiteren; der letzte jedoch ist
unwiderruflich mein.
        Und nach der Dauer der Zeit werde
ich Dich empfangen, mein greises Haupt wird
geschmückt sein mit Blumen, die Du nicht/
                        nichteinmal Du kennst, und meine
Hände werden bestreut sein mit dem Duft

eines letzten Lächelns/
   der allerletzten Wärme. Und ich werde singen
- Der Gesang der Trommelstöcke und seine strahlenden
Augen seien meine Zeugen!-
                ich werde ein Lied singen,
dessen Worte sind: Johera trug ...

IV.
... Johera trug den Krug auf
ihrem Kopfe, sodass vom Gut kein
Tropfen verloren gänge, wie geschickt
        ihr Genick
        ihre Hände. Und ging ihres Weges vom
Durst getrieben, doch war am Ende kein
Tropfen geblieben. Nun war
        vielleicht der Weg zu lang,
                   die Sonne stand
zu hoch!?


 

 

GESANG VOM FLUG DES SCHMETTERLINGS

I.

In den grau ummantelten Tagen jenes herbstlichen
Siechens – von weit dahin hallenden Tönen eines
verwaisten Singsangs halb in den Schlaf

halb in den Tod gesäuselt – lag ich,

mit beiden Armen mich selbst umklammernd, den Kopf in
wirren Träumen von Wiederkehr vergraben und versuchte
Worte zu vergessen, deren Sinn ich
nicht zu brechen vermochte:

Keine vielfach gefaltete Klinge
Kein kunstvoll geschmiedeter Dolch geht

tiefer in das Fleisch der Seele ...         - lag ich

hoffnungslos tastend nach jener Wärme, und
hoffte auf die Zeit der Starre

des Erfrierens ...

Die dunkelste Stunde der Nacht im kältesten

Winter jedoch gebahr

ein märchenhaftes Flügelwesen,
eine bunte Flocke zart geflochtnen Barmens, durch dessen Kraft

aus dem klebrigen Morast von eingefleischten Schmerzen erstand
mir etwas wie einer reinen Seele Imitat; ein Zweckbau eine

andre Heimat vorzutäuschen?/...         meine

rot gefurchten Schnitte zu vernarben. Ein erster Blick erfasste
ihr Bild und gefror unter sanften Brennen als
Abbild/Schattenriss auf meiner Seele;

sengte sich hernach als schleichend kalter

Brand durch meine Seelenhaut und fraß ein
Loch, das durch nichts anderes gefüllt sein wollte als
jenen Teil ihrer süßen Seele.

 

II.

Später erst, nun von

anderen Gestaden verschollen, trieb ich auf einer Fähre
ohne Steuermann diesem Bild in mir entgegen, setzte ich

über den Fluss, - geschlagengeschnittengebeugt von

jeder Niederlage aller anderen Lieben – auf

jenes Flussufer, auf das sie mich zu verführen

nach lang gefasstem Plane lockte, meiner Schwäche
gewiss nach all dem Sterben anderer in mir/

nach ihren klugen Reden von Liebe und

so weiter: meine Gabe an Dich, Geliebter, ist
Teil einer weit größeren, gar unversiegbaren Quelle von
Liebe. So sprach sie: himmlische, unauslöschbare
Kräfte sind in mir für Dich, die lassen alle Wunden

sich schließen und alles Sterben

vergessen. Sprach’s, und bot mir einen Kuss, diese
Rettung zu besiegeln ...

Sprach’s, und nahm mir einen Kuss, diese

Rettung zu besiegeln ...


III.
Ein Narr, der seine flatternde und wund gescheuerte
Seele in diesem Kuss nicht leichten Herzens übergab.

Keinen Mut bedarf es, einer solch süßen

Illusion sich gänzlich hinzugeben,

Kein Zögern zu gestatten trotz all der übrigen

Verwicklungen; und war ich auch gewiss vom
allerersten Feuchten unsrer Lippen, in diesem Feuer noch
heißer zu verbrennen als in jeder Zeit zuvor: Keine Angst

hätte mich nun noch aus ihrem Arm gerissen. Dies samtene

Geheimnis schien stärker als der schwerste Sturm,

ein starker Stamm, der vom Wind vielleicht

zu biegen/beugen, doch nicht zu brechen war. So

schloss ich mich in unseren Bund, nicht ahnend, dass
- so fern von allen Zweifeln – sie eines Tages selbst
an mir verzweifeln sollte.           ... nicht fürchtend, dass

die Quelle ihrer Kraft meinen Liebesdurst zu löschen
einst versiegen könnte. Die Platanen der Uferallee aber neigten

sich von ihrem Kai herunter uns milde lächelnd zu.

 

IV.

Es folgten die Tage der Wunder

Es flossen die Nächte der zärtlichsten Gabe dahin, dass
ich – gestärkt durch den Bestand ihres/meines glühenden

Verlangens nach solchem Verschmelzen

durch das Erblühen meiner ungeahnten

Treue nach dem Willen ihres Glaubens – nach und nach

all jene Vorbehalte sinnlos scholt, die gleichsam nach und nach
als durch mich/an mir unerfüllte Riten in ihrer zarten

Engelsseele wüteten:

Die Zeit den Tag am Abend zusammen zu führen

Das Gebet als die Quelle ihrer Sicherheit

Die Lösung unseres Geheimnisses im öffentlichen Schwur

Dahinter stand Versenkung in jene nie versiegende
Flut, die aus der Liebe ihres Heilands auch über mich vergossen
war/sein sollte:        Gnade dem Räuber nah dem Kreuze

Gnade des Augenblicks der Liebe

Auslöschung dem so lange schon

unauslöschbaren Fürchtens

für einen Augenblick des Lebens im

Spiegel Deiner Augen. Ein Atemzug aus jenem Gral der
nimmersatten Quelle: geflüstert/erbebend, erbetet/erbeten ...

Vergaß ich auszuatmen?

Vergaß ich mich zu geben statt nur hinzugeben?
Doch so will es nun der Fluch: das Tor ward aufgestoßen
Der Nordwind kam und wehte uns hinfort: das Gute war

nicht gut genug/

gerade gut genug, uns nicht zu töten ...

- Er sagt: Selig die Feuer des Herzens, und brennen sie
nur kurze Augenblicke!- wir sagten: Vergib, dass ich
Dich nicht so liebe. Ich schließe
Dich in mein Gebet an keinen Gott! Solange ich die
Worte, Schmetterling, nicht wie deine Worte weiß ...


V.

So blieb ich zurück: den lang geschlossnen Bund in Herzenstreue
als nun nutzlosen Stein an einer Schlinge um meine Kehle
gebunden: mir den Atmen schneidend

die Worte im Halse schnürend zu Unverständlichem;

ein Kauderwelsch von schmerzenden Schlüssen und

ach so hoffnungsvoll geflüsterten Gebet:

Lass diese eine Nacht nicht enden

Lass diese letzte Macht mich nicht zerbrechen ...

Jäh durchbrochen, durchdrungen von dir, restlos entleert

Hast dich durchgefressen an meiner Liebe Fülle

Meine Haut verkam zu kaum mehr als deiner Hülle

Warum ließ ich gewähren und hab mich nicht gewehrt

Du beherrschst mein Denken, tauchst in meinen Traum

Bohrst dich wie ein Wurm verquer durch meine Seele

Wanderst durch mein Leben, als wenn es nichts zähle

Lässt mein Herz zurück in einem leeren Raum

Auf dieser Seite meines Lebens Spiegel

Nenn ich Unheil dich, Zerstörer, Ungetüm

Doch tief unter meines Herzens Siegel

Weiß ich dich Wunder, Liebe, tiefstes Glühn

Bist kein Stern von vielen in himmelklarer Nacht

Bist in mir einzig, leuchtest unter Tage

Nicht Stern der Hoffnung, die dein Lächeln macht

Bist Stern des Schmerzes, den ich in mir trage

 

VI.

Wo Dein Bett nun steht, langt mein Mond nicht hin
Wird hier nichtmals Mond genannt, wie ich ihn nenne
Nicht sein Licht wirft den Schatten Fensterkreuz
auf die Entschlafenheit deines Herzens. Es stellt

sich still, nicht für mich zu schlagen/
sich kühl, mich nicht mehr zu ermuntern, von

seinem Strahl zu zehren

keine Hoffnung nähren, denn die

an einem fernen Tag die Worte nicht mehr zu benutzen

ohne ihre Wirklichkeit in den Sinnen des

und im Sinne des

Schmetterlings in dessen Welten zu Gleichem zu

entwerfen. So schleicht sich der verstreute Hund

- ohne zu verstehen – aus dem Blick. Die andre

Straßenseite seine Heimat nun. Der graue
Nebel seine Hülle nun. In unsicherer

Entfernung nach neuen Worten suchend, die den

damit gegebenen Versprechen in ihrem Wirken

sinngerecht seinen Flug begleiten:

Mond, schenke mir ein Synonym für diese Liebe

Schenk deinem armen Hund Ersatz für

all die Worte, die sie nicht mehr hören mag:

Ich widerstehe Dir nicht

 

VII.

Keine noch so vielfach gefaltete Klinge
Kein noch so kunstvoll geschmiedeter Dolch geht

tiefer in das Fleisch des ehemals Geliebten

Kein mit Blutrubin und lächelndem Opal
reich verzierter Rapir stößt

fester durch das Brustbein des Verstoßenen als

die Erinnerung an diese Nächte, in denen sie

wider die Vernunft
wider alle Schwächen ihres Liebsten

den Schwur der Liebe mit ihrem unberührten

Körper / mit ihrer heiß erglühten
Seele gab; wohl wissend, dass dieses

süßeste Verbrechen ein Versprechen war, das
mit unsicheren Atemstößen an den Wind
gegeben wurde.

Meine Gefahr bist du! hauchte sie:

Meine Prüfung für eine bessere Zeit nach

Dir, mein hoffnungslos hoffnungsvoll Geliebter/

Jäger solcher Illusionen!

Und wie nach jenen

Opfern üblich, blieb ein Flecken roten Blutes auf
dem Laken unter uns zurück;/

Lies uns zurück in aller Unschuld

nicht zu wissen, wessen Blut aus

aus wessen Stich wir so

verschüttet hatten.

 

VIII.

Berühre das Gras. Blick in die endlosen Himmel. Und spüre
die samtene Brise. Tue all dies ohne Grund/Begründung, atme
mein wildes Durcheinander; nicht einen Gedanken und
Hintergedanken davon zu nähren; nichts als im Walzer sich
einzudrehen in die Natur des Augenblicks – ein
liebestrunkener Zitronenfalter ...

So ungefähr sprachen wir

in Melodien, in Leichte und Leichtfertigkeit;

So wie wir es mochten
so wie wir unsren Gott in uns zu spüren vermochten

So fühlt es sich an. Als könnt ich dich immer
noch sagen hören: was für ein wunderbarer Tag, ohne die

Wirren der Liebe, ohne Zeit/ohne Raum dir
lächelnd entgegen zu sehnen

Wir schulden uns Nichts: weder Liebe noch

Lust noch ein Lächeln. Und wenn du gehen willst, dann geh.
Das Beste bleibt in mir zurück, denn Gott liebt, den
der liebt – Stell dir vor: ich hätte alles gegeben

 

IX.

So lass mich ziehen

Lass mich meinen Fall vollenden; Gewiss, ich war

von den beinah Geretteten/

von allen Tätern/Opfern in Deiner Hand der

Glücklichste ...

 

 


 

stepping out of the fog / speaking streets
stepping out of the fog / speaking streets

GESANG VON DER WIEDERERLANGUNG DER JUNGFRÄULICHKEIT

I.
Gleich einer Planke, die sich dereinst
- gekeiltvernageltverteert
um die Rippen einer Galleone gebaucht -
in einem dieser plötzlichen Stürme aus ihrer Bestimmung löste,
                        die nun nach hunderten von Jahren
(Das Meer und der Sand haben sie zu einem Handschmeichler geschliffen)
                an irgendeinen Strand geschleudert ist,
gleich diesem Holz also        bin ich
                an die Ufer einer fremden Heimat
geworfen, wie schon an vielen Tagen vorher (und
wohl auch an anderen Tagen hernach);
                                bin ich
                an den pulsenden Brand dieser unbekannten
Stadt gestrandet und bade nun
        in vorbeiziehenden Gesichtern und auch
        in Unschuld, nichteinen/nichteine
beim Namen zu nennen: weder Urteil noch Vorurteil
beflecken die Freude an meiner eigenen
Unbedeutsamkeit für diese Gesichter - jedoch: das
Lächeln einer vorbei flanierenden Frau
entreißt mich meinem Vergessen: Ich bin
um die Welt gefahren in weniger als einem Augenblick
und dabei führte mein Wahn das Ruder,
        das Deine Liebe zu führen ersonnen war.
Vor allem:
diese hundertdreiundsiebzig Engel kreuzten meine Pfade, aber
ließen mir nichts zurück als ihr Lächeln und
                                den bitteren Geschmack der Scham.

II.
Dann liegt das Land in Stummheit, die Melodie des
allerersten der vier verlorenen Paradiese:
... bin um die Welten gefahren und über die
dreizehn Meere, die trugen mich auf
ihrer wechselhaften Haut, und noch bevor Du
Deine Augen zweimal schließen konntest, war ich
zurückgekehrt. Die Macht der Phantasie
ersetzt die Kraft der Liebe: Du solltest
bei mir sein im Regen und
                bei Sonnenschein.
Die hundertdreiundsiebzig Engel haben nichts weiter als
meinen Weg gekreuzt, darauf wohlbedacht:
                Einjeder erhalte seinen Preis!
... bin um die Welt gefahren und über die Meere
ein Wanderer in Träumen und Erinnerungen
   versuchte aber nicht
   versuchte eben nicht mich zu erinnern - Und so
gilt einzig der Moment Deines grundlosen Lächelns! - : ...

III.
        Bin also um die Welt gefahren und über
die Meere, doch niemals weit genug, um
all dies zu vergessen, bevor es geschah:
        die Unduldsamkeit Deiner verletzenden Zunge und
        das Wunder Deiner heilenden Hände.
Das Puzzle ist nun Stück für Stück vereint, jedoch
das Bild in seinem Ganzen bleibt ...
                        ... ein unlösbares Rätsel:
Die unaussprechliche Piraterie der Sehnsucht
zu stehlen, was manselbst nicht zu geben vermag!
Demnach setze ich wieder die Segel und
kehre in die Wüste zurück - Erinnere Dich
der Geschichte vom Kamel der Geduld - und
kehre in meinem Wahn/ in Deine Arme
zurück! So also ist die Phantasie
- Chamäleon und Halluzination zugleich -
der Meister der Vollendung:
                        Ich nähme Dich ...

IV.
... in meine Arme ohne Deinen Namen zu nennen, denn
meine Worte sind:        Ich habe eine Frau geliebt, die
        hatte Deine Hände - und nur deswegen - und
                                eine andere, die ging, wie
Du gehst. Eine drittevierte, die
        hatte Dein wehendes Haar und diese milchwarme Haut.
Die nächste sprach mit einer Stimme, mit der
auch Du Deine Versprechen gabst, und wieder eine
        hatte diesen besänftigenden
                           belangvoll tröstenden Blick
- und nur deswegen - und weiter:
                        Ich habe eine Frau geliebt, deren
Schultern waren wie Deine und
        ihr Lachen war Dein Lachen - Dies Lachen, das mich
immerimmer und wiederwieder besiegte - Nur ...
... Du selbst
        Duselbst bist nichts, wie es schon jemals
vorher war; in meinen Sinnen nicht und auch
                nicht aus den Träumen all der großen Maler, denn
                - Lass Deine Haare fallen für mich -
niemals liebten wir jemanden wie Dich und
   wärst Du nicht Duselbst,
Du wärst ein Gedicht des einzig wahren Dichters,
jamehrnoch: Der Todselbst möchte so sein wie Du und es
gäbe kein Unglück mehr. Doch dies alles
vermag die Unschuld allein,
           die Unschuld allein!


V.
Da aber laufen die Unberührbaren
                - nenn sie: Weise/Narren -
zusammen, sie tauschen drei Worte, die
                        jedermanns Worte waren:
WahnSchamGram, die DreiHeiligkeit der Verlierer
- Erinnere Dich, Geliebter: Das Spiel mit den Stühlen
kannte nicht viele Gewinner - Die Unschuld
entspringt dem Unwissen;
                dem Unwillen zu wissen,
entspringt das wahrhaftgemachte Vergessen, oder:
... ich bin um die Welt gefahren und nicht ein Name ist
mir geblieben und zuletzt wird mich auch
Dein Lächeln verlassen.
        Und das lose Nichts wird mich
        umschlingen, wie ich es zuletzt
        umschlinge: Das Glück, Dich nicht - für diesen einen
Augenblick - nicht zu lieben müssen. Mein Atem
wird kein Atem mehr sein ohne den Hauch
Deiner Liebe und Dein Lächeln belanglos, denn
Trostselbst ist in mir und
        ich bin endlich ohne Grund

ohne Verlangen,

ohne das alleszerfressende Tier ...

 

 

CHANT ABOUT THE REGAIN OF VIRGINITY

I.
Like a plank that once
– wood nails tar -
bellied itself around the rips of a galleon
lost its quest in one of these sudden thunderstorms,
                that now after hundreds of years
(the sea and the sand had grinded it to a flattering keepsake)
                it is thrown on sandy beach,
like this piece of wood        am I
                thrown onto an unknown shore
like so many days before (and
still so many days after);        am I
                stranded at the pulsing surf of this
unknown city where I bath myself
        in passing faces and
        in the innocence not to call them
by their names: neither judgement nor prejudice
are staining my joy for my very own
meaninglessness for these faces, but: the smile of
a sidewinding woman
awakes me from the forgetting: I’ve been
around the world and in less than a moment
my weird phantasm took over the steering wheel,
        that your love was invented to hold.
But more:
these 147 angels have been
crossing my paths, but
left me nothing but their smiles and
                        the bitter taste of shame.

II.
Then the land lies in silence, the melody of the
first of the four lost paradises:
... been around the world and over the
thirteen seas, which carried me on their
fickle skins, but before you could have
     closed your eyes twice I returned
the power of fantasy replaces
the power of love: you should have been
with me in rain
             in sunshine.
The fourtyseven angels did nothing but
crossing my way, well considering:
                anyone receives his very own price!
... I’ve been around the world and over the seas
a wanderer in dreams and memories
   but didn’t I try
   no, I tried not to remember - and so
I saved the one moment you smiled! - : ...

III.
        Been around the world and over
the seas but never far enough to
forget all these, before it came true:
        the intolerance of your hurting tongue
        the wonder of your healing hands.
The puzzle is now unified piece by piece but
the picture in its entity remains ...
                                ... an unsolvable mystery:
the unspeakable piracy of the hunger
to steal what you’re not able to give !
                                        Thereafter
I set sails again and will return
into the desert – recall the story of
the camel of patience -
                        return into my madness/
                        return into your arms
that’s how fantasy is felt
- Chameleon and daydream at the same time –
a master of the not unfinished:
                                I’d take you ...

IV.
... in my arms without spelling your name for
my words are:        I loved a woman who
        wore your hands - and therefore only - and
                                another one who walked
like you. A third, a fourth who
        had your waving hair and this milkwarm skin.
The next was talking with your tongue - with thee
you gavest your promises -, and again one other
        had this taming
                meaningful eyes
– and therefore only - and further:
                        I love a woman whose
shoulders were like yours and
        her smile was your smile - that smile that
again and again overwhelmed me - but only ...
... you yourself
        you’re nothing that has been before
not in my senses and not
                from the dreams of all the famous painters for
                - open your hair for me –
never we loved somebody like you and
   if you would not be yourself,
you’d be a poem of the only true poet
and for more: death itself would be like you
to end up all burden. But this is done by
innocence only ...

V.
... then the untouchables
                wisemen and fools
came together to change the three
        words, which were anyone’s words:
insanity/shame/sorrow, the trinity of losers
– but remember my friend: that game with the stools
didn’t know too many winners - innocence
flows from ignorance,
                the unwill to know,
flows from the forgetting, or:
... I’ve been around the world and not a single name
has stayed with me and in the end your smile will
leave me behind, too.
        The big nothing will embrace me like
        I will embrace it: I feel happiness - for just this moment -
        not to have to love you. My breath will be
breath no longer without the breeze
of your love and your smile ...
is kind of irrelevant at last. For comfort itself is

in me and: I finally am without any pain,
                        without my corroding hunger ...